10.Platz Gesamt, 4. Platz in meiner Klasse bei der Tour de Tirol

Nach dem Ironman Regensburg dachte ich es kann eigentlich nicht kälter werden, aber dann kam die

 
Tour de Tirol
 
….und es wurde kälter….!!
 
Bereits beim Söller 10er war es regnerisch, aber zumindest nicht so kalt. Ich ging den Lauf taktisch an und blieb während der ganzen Strecke in meinem vorgegebenen Tempobereich, auch meine Herzfrequenz konnte ich bis auf wenige Ausnahmen, bei denen ich in der beginnenden Dämmerung über Wurzeln gestolpert war, optimal halten. Zeitlich war ich also im Plansoll. Am Freitag war ich jedenfalls zufrieden. Zwar bereitete mir die aufgrund des vielen Neuschnees geänderte Streckenführung mit der gleichen Anzahl von Höhenmetern hinauf wie herunter etwas Sorgen, aber es hat ja für alle gegolten. Natürlich wäre ich lieber den ganzen klassischen Marathon gelaufen.
 
Am Samstag dann wirklich strömender Regen im Tal, auf 1200 Hm Schneefall und böiger Wind – ein echter Graus.
 
Trotzdem bin ich mit Zuversicht in die erste von den geplanten 3 Runden gestartet, aber schon beim ersten Mal Hinunterlaufen konnte ich meine „Betriebstemperatur“ nicht mehr halten und es trat ein, was bei mir eigentlich bei Kälte immer eintritt: meine Muskeln verweigerten. So quälte ich mich noch eine weitere Runde bis ins Ziel ohne wirklich Spaß zu haben. Ich konnte mir nicht einmal mehr einen Reisverschluss selbst aufmachen, geschweige den meine Compressionssocken ausziehen. Eine dritte Runde hätte mein Körper nicht mehr durchgehalten.
 
Im Gasthaus hätte mir Christoph beinahe die Suppe eingeben müssen, so zitterten meine Hände noch vor Kälte. Nur ein Saunagang machte mich wieder halbwegs fit
 
Zum Glück war der Veranstalter sehr umsichtig: nicht nur die Streckenänderung war aus Sicherheitsgründen zu begrüßen, auch die Verkürzung der Strecke war absolut richtig.
 
Nun ja, für den Sonntag habe ich mir noch einmal vorgenommen, die Top Ten in der Gesamtwertung zu attackieren.
 
Der "Halbe" am Sonntag war dann wieder mit besserem Wetter gesegnet und ich kam noch einmal halbwegs auf Betriebstemperatur. Nach meiner Entäuschung in meiner Paradedisziplin, dem Marathon (dort habe ich das Rennen „vergurkt“, aber bei dem Wetter ging es einfach nicht schneller), wollte ich meine persönliche Gutmachung auf den 21,1 km versuchen.
 
Beim Einlaufen habe ich bereits meine Beinmuskulatur ignoriert (Christoph: „Du musst sie einfach wegvisualisieren.“) und dahin ist es gegangen. Letztlich habe ich mein Ziel erreicht:
 
Top 10, beste Österreicherin und beste Tirolerin.
 
Nocheinmal möchte ich den Veranstaltern ein großes Lob für einen tollen Event in den Tiroler Bergen aussprechen.
 
Danke, dass ich bei Euch starten durfte.
 
Bald gibt es die Fotos zur Tour.
 
Die Detailergebnisse findet Ihr auf der Veranstalterhomepage.
 
Grüße, eine müde
 
Ute
 
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