4 Rennen in 2 Wochen!!??...

Viele werden sich fragen, ob ich wahnsinnig geworden bin:

 
  • Tri Star Attersee
  • Ötztal Cross Triathlon
  • Grenzland Triathlon Kirchbichl
 
  • IRONMAN Regensburg
 
in nur 2 Wochen!
 
Wieso tue ich mir das an?
 
Der Wahnsinn hat eine Erklärung: Nach meinem DNF auf Lanza war ich wirklich down. Ich habe für 8 Monate alles auf diesen Tag ausgerichtet und aus psychologischen Gründen habe ich nicht einmal einen –für mich üblichen – Plan B vorbereitet. Alles oder nichts, wenn schon, dann schon war meine Strategie.
 
Ein Plan B musste also her! Wie lange hält die Form?!
 
Sehr kurzfristig haben wir dann den Start beim Tri Star Attersee ins Auge gefasst und durfte ich Dank der Großzügigkeit der Veranstalter dort auch antreten. Leider verhinderte mein Crash eine bessere Platzierung. Ein steifes „Gnack“ und Schmerzen an meiner persönlichen Schwachstelle – dem Übergang Steißbein zur Lendenwirbelsäule -  waren das Resultat.
 
Ich wusste, dass meine Form nicht so schlecht war, einzig mein Selbstbewusstsein war nun wirklich angeschlagen.
 
Primär sollte dieses wieder stabil werden. Daher haben wir nach weiteren regionalen Veranstaltungen gesucht, welche einerseits ein Test für meine Gesundheit, mein Vertrauen in mein Material und mein fahrerisches Können am Rad sein sollten.
 
Der Ötztal Crosstriathlon in der Area 47 erfüllte diese Kriterien hinsichtlich meiner Fitness und meiner Psyche. Noch dazu ging ich als Titelverteidigerin an den Start! Ergebnis: Wiederum tolle Veranstaltung, Titelverteidigung geglückt – 1. Platz.
 
Grenzlandtriathlon Kirchbichl – eine Tiroler Traditionsveranstaltung
Mit ca. 3 Minuten Rückstand beim Schwimmen auf unsere ehemalige Schwimmolympionikin und meine jetzige Trainerin, Heidi Steinacher und Martina Kraiser bin ich sehr zufrieden.
Schauderhaft war es dann nur nach dem Schwimmen: Es hat nur so geschüttet (und nicht geregnet) und so wie die Regentropfen herunterfielen, so ging es mir auch mit der Motivation.
 
Mein Plan war von Anfang an darauf ausgerichtet, dass ich die Radstrecke „angasen“ und dann beim Lauf heraus nehmen sollte – unabhängig von meinem Ranking.
 
Bei dem Regen und meiner Aversion bei Kälte zu Radln - ich hatte wirklich Angst, dass ich mich verkühle bzw. wieder stürze! Erinnerungen an den letztjährigen Ironman Regensburg kamen auf. Soll ich das Rennen vorzeitig beenden?
 
Eddy Mercx soll einmal gesagt haben: “Es gibt kein schlechtes Wetter im Radsport. Bei Regen und Kälte muss man einfach fester treten.“ Meinen Kommentar im Rennen dazu erspare ich Euch.
 
Also habe ich in den Steigungen versucht, im Rahmen meiner Pulsvorgaben zu bleiben und bei den Abfahrten und im Flachen zu attackieren – ich habe am Berg meine Vorgaben eingehalten – nur der Rest lief semioptimal. Beim Laufen bin ich dann für einen 10 km Split eher vorsichtig angegangen und nur in der letzten Runde schneller gelaufen. Daher bin ich  mit meinem 2ten Platz nach den seinerzeitigen Problemen zufrieden. Allerdings habe ich doch einen kleinen Schock im Rahmen meiner "Vorbereitung" auf Regensburg erhalten: so banal das auch klingen mag: Nach dem Zieleinlauf musste ich mir sofort meine Schuhe ausziehen, denn ich habe bereits in der 2ten Laufrunde auf beiden Fußsohlen einen stechenden Schmerz verspürt: Beide Schuhe waren voller Blut – wirklich voller Blut.
 
Und nun zum Ironman Regensburg:
 
Wie gesagt wollte ich mich nach Lanza nur „wiederherstellen“. Dann studierte ich die offizielle Starterliste beim Ironman Regensburg: Eine interessante Platzierung sollte grundsätzlich machbar sein. Die geschah am Freitag zwischen dem Crosstriathlon und dem Rennen in Kirchbichl. Vieles sprach definitiv gegen einen Start. Nach Kirchbichl war ich mit meinem 2ten Platz sehr zufrieden, das negative Argumentarium (gg. einen Start beim Ironman Regensburg) wurde durch meine Blutblasen an beiden Füssen verstärkt. Zudem schmerzte mein Rücken wieder. Es war ein Kampf zwischen Euphorie und Unentschlossenheit. Letztlich siegte die Unvernunft. Oma erklärte sich bereit, auf Armin aufzupassen. Am Freitag saßen wir im Auto. Am Sonntag finishte ich irgendwie, aber überglücklich -  nur das war mein Ziel. Ich bemerkte die Strapazen der letzten Rennen! Auch ohne mich dabei aus zu belasten und rate jedem, diesen Wahnsinn nicht zu wiederholen. Jetzt werde ich endgültig die Beine hoch lagern und dann schau’n ma a mal.
 
Zusammenfassung meiner Ergebnisse 2012/Klasse W-Pro:   
 
Half Challenge Fuerte:                          9. Rang
 
Ironman Lanzarote:                              DNF
 
Ötztal Cross Triathlon:                         1. Rang
 
Grenzlalndtriathlon Kirchbichl:              2. Rang
 
Ironman Regensburg:                          2. Rang.
 
Bin ich crazy?
 
No - Ute
 
 PS: In der Rubrik sind neue Fotos
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