Frohe Weihnachten + ein besinnliches Fest

D´hinterlistige Weihnochtsgauns 

 

Zu Martini, z´Weihnochtn, und a untarn Joahr,

isst d´Resl gern a Gansl, drum fiatats ollwl a poar.

Meistns grotn´s guat, san sche fleischig, net z´fett,

d´Federn wern gschlissn, des gibt a guats Bett.

 

Beim Ostecha haum sa se nia vü griahrt,

s´hot jo koane gwißt, wos ihr do bliaht,

nea d´letzte wor a Ausnauhm,  de wor gscheit.

Wia´s gspiart hot, s´is bold wieda soweit,

 

wor´s nimma zum segn, ned am Hof, ned im Stoll.

De Gauns, de wor a besondera Foll.

De hot se denkt, mi wiasst ned leicht kriagn,

ih bin a Vogel und ih kaunn a fliagn.

 

Is iban Misthof gflogn aufs Schupfadoch,

und danebn aufs Haus, do wor´s  ned so hoch.

Glei nebn an Rauchfaung hot sa se´s gmiatli gmocht,

und hot se so weit iba Martini brocht.

 

De aundarn worn längst vakaft und vabroten,

do hot´s oamol da Briaftroga varrotn.

"D´Fligln wer´n gstutzt und daunn bist drau,

glei morign faung ih mit´n Putzn au",

 

sogt d´Resl. Aun da Haund ihr Buaberl, der Hansl,

der wüll´s streicheln, des schene Gansl.

Doch des zwickt´n in Finger - s´Buaberl plärrt,

und de Resl wird gaunz wach, wia´s des hert.

 

Sie glaubt, dem Buam is lad um des Viech,

drum sogt´s gaunz saunft: "Wia ih siech,

wüllst du so gern mit dem Ganserl spüln,

 z`Weihnochtn kaunn ih a an Truthauhn fülln."

 

Weihnochtn is vorbei, fia d´Gauns grünes Licht,

weit und breit ka Feiertog in Sicht.

Sie frißt und frißt und schnottert umadum

und kehr um d´Haund is ´s Joahr a scho um.

 

Do sogt amol in da Fruah d´ Resl im Stoll:

 "Du schnotterst heit zum letzten Mol.

Iatzt is ´s Zeit. Ih wüll ka Widerred hern.

Möld di in da Kuchl und daunn eini in d´Rehrn."

 

Moant de Gauns: "Wor ´s gaunze Joahr ka Zeit?

Grod iatzt follats da ei? Wieso erst heit?

Iatzt kammast daher und glei so gach.

Iatzt is z´spot. Iatzt bin ih scho zach!"

 

 

auf Deitsch: 

Eine Bäuerin fütterte jedes Jahr eine kleine Gänseschar, um sie im Herbst zu verkaufen. Meist hat alles ganz gut geklappt, doch dieses Jahr war eine besonders kluge Gans dabei. Immer, wenn es Zeit zum Schlachten war, flog sie aufs Hausdach und versteckte sich hinter dem Schornstein. Eines Tages verriet der Postbote ihr Versteck, daraufhin stutzte ihr die Bäuerin die Flügel und sperrte sie in den Stall. Kurz vor Weihnachten ging die Bäuerin mit ihrem kleinen Söhnchen in den Stall, um die Gans zu holen. der Junge wollte das Tier streicheln, doch die Gans zwickte ihn in den Finger worauf der Kleine zu heulen begann. Seine Mutter mißverstand die Situation und glaubte der Junge hätte Mitleid mit dem Tier. Wieder hatte die Gans ihr Leben gerettet und schnatterte lustig darauflos. Eines Tages, Neujahr war längst vorbei, machte die Bäuerin Ernst und schickte die Gans in die Küche, doch die spielte mit einem Hinweis auf ihr Alter empört ihren letzten Trumpf aus... jetzt war sie schon zäh. übrigens, die Gans am Dach gab es wirklich...

 

 

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